Ein großer, europäischer Logistikdienstleister beauftragte Capgemini mit der Optimierung der Disposition und des Einkaufs im Geschäftsfeld Teil- und Komplettladungen.
Ziel des Projektes war es Kostensenkungspotentiale zur Steigerung der Profitabiltät des Geschäftsfeldes zu identifizieren und zu erschließen.
Ansatz
Mit Hilfe einer detaillierten Prozessanalyse wurden die Hauptaktivitäten und Kostentreiber identifiziert. Dabei wurde deutlich, dass das größte Optimierungspotential in der intelligenten Kombination von Aufträgen und einer neuen Sourcing-Strategie lag. In der dezentralen Struktur des Unternehmens wurden Transportaufträge von Kunden unterschiedlicher Standorte nicht kombiniert und gemeinsam abgewickelt. Eine standortübergreifende Disposition versprach hohe Optimierungspotentiale durch die Kombination von Teilladungen auf gleichen Strecken, die Organisation von Rückfahrten und Rundläufen. Um die Potentiale quantifizieren zu können, wurde mit Hilfe einer Agententechnologie-basierten Optimierungssoftware anhand von realen Auftragsdaten das Optimierungspotential quantifiziert. Die durch die Software vorgeschlagenen Routen wurden mit Experten und Disponenten des Unternehmens validiert. Nach einer Bestätigung der Potentiale wurden die künftige Organisation, die Prozesse und der Transformationspfad entwickelt. Ferner wurde eine Softwareauswahl durchgeführt, um das beste Optimierungstool zu identifizieren und zu implementieren.
Ergebnisse
Die Optimierung der Disposition bei Teil- und Komplettladungen führt zu Einsparungen beim Einkauf der Ladekapazitäten in Höhe von 7 %. Diese Einsparungen entstehen im wesentlichen durch eine Reduktion der gefahrenen Kilometer um über 4%, die Reduzierung der eingekauften Fahrzeuge um 30%, die Steigerung der Rundläufe um 280% und die Steigerung der Rückfahrten um 20%. Die Einsparungen werden zusätzlich unterstützt durch den Aufbau und das Management eines festen Subunternehmerportfolios.
